Samstag, 20. August 2016

Der Alte muss weg. Der Neue kommt. Auto(ver)kauf heute


Gründe dafür, das Fahrzeug zu wechseln, gibt es unzählig viele. Sei es, dass es Familienzuwachs gibt und der Stadtflitzer gegen einen Kombi getauscht werden soll oder ob die Lieblingskarrosse zum absoluten Superpreis angeboten wird. Meist muss es – auch beim Gebrauchtwagenkauf und -verkauf – schnell gehen. Mittlerweile üblich ist es, das Fahrzeug online anzubieten und den neuen Wagen auch gleich online zu kaufen. Worauf beim Online Gebrauchtwagen Verkauf und Kauf zu achten ist, wird dieser Ratgeber zeigen.

Checkliste 1: So klappt’s mit dem Online-Gebrauchtwagenverkauf
Bevor man sich den Traum vom neuen Fahrzeug erfüllen kann, sollte der alte Gebrauchte noch etwas Geld einbringen – idealerweise das Startkapitel für das neue Wunschauto. Wer die folgenden Tipps berücksichtigt, kann das Beste aus seinem alten Gebrauchten rausholen.

    1.) Ehrlichkeit und Transparenz sind wichtig. Das bedeutet für den Verkäufer: Alles Positive (Ausstattung, Scheckheft und Aussehen) muss deutlich benannt werden. Doch auch die Macken, die es bei den meisten Fahrzeugen gibt, müssen rein: Vorschäden, Mängel, Unfälle. Besonders transparent wird ein Angebot mit aussagekräftigem Bildmaterial. Das Fahrzeug vorher zu reinigen ist übrigens ein guter Tipp, der bares Geld bringen kann.

Abbildung 1: Sicherlich ist eine Probefahrt sinnvoll. 
Doch diese sollte unbedingt im Beisein eines Dritten erfolgen.

2.) Dem Käufer ein gesundes Misstrauen entgegenbringen. 
Ein Käufer, der handelt, ist normal. Ein Käufer, der schachert, aggressiv wird oder auf Bedingungen nicht eingehen möchte, sollte der Fahrzeugbesichtigung verwiesen werden. Eine gewünschte Probefahrt sollte grundsätzlich nur im Beisein Dritter erfolgen. Den Kaufvertrag bringt grundsätzlich der Verkäufer mit – nicht etwa der Käufer. Dieser hat idealerweise die Kaufsumme in bar bei sich. Anzahlungen sollten umgangen werden. Auch ist es ratsam, das Fahrzeug nur in abgemeldetem Zustand zu verkaufen. Den Grund erklärt der ADAC so: Wenn der Käufer mit dem zugelassenen Wagen einen Unfall hat, haftet die Versicherung des Verkäufers für alle Schäden", erklärt ADAC-Sprecher Jochen Oesterle.
 
Checkliste 2: So klapp’t mit dem Online-Gebrauchtwagenkauf
Wer sein Traumauto online entdeckt, der muss sich in jedem Fall vergewissern, wie viel Realität hinter der Anzeige steckt. Und das bedeutet: Die Bilder müssen auf Echtheit geprüft werden, auch die positiven Ausstattungsmerkmale müssen dem Realitätstest unterzogen werden. Experten raten zur Vorsicht, wenn das Fahrzeug einen ungepflegten Eindruck macht. Die Vermutung liegt nahe, dass auch nötige Wartungsmaßnahmen nicht fachgerecht durchgeführt wurden.

Abbildung 2: Ein Blick ins Interieur des Fahrzeugs kann mindestens 
so aussagekräftig sein wie ein Blick unter die Motorhaube. 
Beides ist beim Gebrauchtwagenkauf unerlässlich.

Bei der Besichtigung sollte der Blick in jedem Fall auf die Spaltmaße zwischen Türen, Motorhaube und Kofferraum fallen. Fällt hier oder am Lack etwas Unregelmäßiges ins Auge, könnte das darauf hindeuten, dass das Fahrzeug ein Unfallauto ist. Käufer sollten darauf achten, ob die Fahrzeugdaten (insbesondere die Kilometerleistung) zum Fahrzeugzustand passt. Erst ab etwa 150.000 Kilometern können Sicherheitsgurte ausgefranst sein oder gar der Fahrersitz abgenutzt aussehen. Passen Fahrzeugdaten und Fahrzeugaussehen nicht überein, ist Vorsicht geboten, denn die Vermutung liegt nahe, dass hier Werte manipuliert wurden. Im Motorraum selbst sollten in jedem Fall die Flüssigkeitstände von Kühlwasser, Öl und Bremsflüssigkeit überprüft werden. Wer einen kompetenten Profi mit zur Besichtigung nehmen kann, kann verhindern, nach Abschluss des Kaufvertrags mit ungewollten Überraschungen konfrontiert zu werden.

Abbildung 1: pixabay.com © MikeBirdy (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © MikeBirdy (CC0 Public Domain)


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